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Indikationen für Medikamente mit Enzymkombinationen wie in Astrozym

Da für Nahrungsergänzungsmittel aus gesetzlichen Gründen keine Indikationen angegeben werden dürfen, finden Sie nachfolgend Hinweise, für welche Erkrankungen Arzneimittel mit ähnlicher Zusammensetzung wie Astrozym eingesetzt wurden und sich bewährt haben.

Akute und chronische Gefäßerkrankungen

Eine Therapie mit diesen Enzymkombinationen hat sich bewährt bei z.B. Thrombophlebitis [11,12], post-thrombotischem Syndrom [13,14] oder beim Lymphödem besonders nach Brustoperationen, auch zusammen mit manueller Lymphdrainage [15-18]. Eine allgemeine Übersicht geben Klüken [19] und Kleine [20].

Entzündliche Erkrankungen und Infektionen

Eine Therapie entzündlicher Erkrankungen und Infektionen – bei Bedarf in Kombination mit Antibiotika – hat sich als wirksam erwiesen im HNO-Bereich (z.B. Sinusitis [21]), bei Bronchitis [22], bei Harnwegsinfekten (Prostatitis [10,23], Zystitis [24], HWI [25,26]), in der Gynäkologie (Mastopathie [27-29], Adnexitis [27,30,31]).

Entzündliche Verletzungen / bei Operationen

Solche Enzymkombinationen haben sich bei der Behandlung als wirksam erwiesen bei entzündlichen Verletzungen, z.B. nach Sport- oder anderen Unfällen (Gelenksdistorsionen [40-43], stumpfe Traumen [40,43], Sportverletzungen [44-47]) oder nach Operationen (Zahnextraktionen [48], Episiotomie [49], postoperative Schmerzreduktion [50], Knieoperationen [51,52], Ödemreduktion in der plastischen Chirurgie [53] und bei Septoplastik [54], bei gynäkologischen Operationen [55]).

Bei Operationen und vor Sportaktivitäten können Enzymkombinationspräparate auch prophylaktisch genommen werden.

Entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen

Der Einsatz ist auch erfolgversprechend bei aktivierten (schmerzhaften) Gelenkerkrankungen, auch in Kombination mit Entzündungshemmern (NSAID) [56-62]; bei extra-artikulärem Rheuma („Weichteilrheuma“) [63,64]; bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis), auch bei Kindern, auch in Kombination mit Basistherapeutika (DMARD) [65-67]; eine Übersicht geben Leipner und Saller [68].

In einer tierexperimentellen Studie bei Mäusen mit Arthritis zeigten Emancipator et al. [69], dass eine Enzymtherapie klinisch einer Therapie mit Ibuprofen gleichwertig war, aber – im Gegensatz zu Ibuprofen – einen Knorpelschaden nahezu völlig verhinderte.