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Warum Nahrungsergänzungsmittel (NEM)?

Über viele Jahrzehnte konnte die Enzymtherapie mit Arzneimitteln erfolgreich durchgeführt werden. Da es sich dabei aber um Kombinationsprodukte handelte, war es nicht möglich, entsprechend den neu eingeführten Gesetzen die Wirksamkeit jedes Einzelstoffes und jeder nur denkbaren Kombination aus den Bestandteilen für jede Indikation in klinischen Studien zu belegen. Tausende von Patienten wären dafür notwendig. Enzymkombinationsprodukte als Arzneimittel sind daher zum großen Teil vom Markt verschwunden. Auch eine Neuzulassung ist aus den genannten Gründen nicht mehr durchführbar.

Um aber den Patienten diese Behandlung dennoch zu ermöglichen, bietet sich als Alternative die Einführung als Nahrungsergänzungsmittel an. Für diese Produkte gilt allerdings die gesetzliche Auflage, dass die empfohlene Tagesdosis nicht so hoch sein darf, dass es als Arzneimittel eingestuft würde. Zudem ist es nicht erlaubt, gegenüber Verbrauchern die Behandlung oder Prophylaxe von Erkrankungen mit diesen Produkten zu bewerben. Es sind lediglich allgemeine gesundheitsbezogene Aussagen erlaubt.

Gegenüber Fachkreisen ist es aber nicht nur zulässig, sondern sogar im Sinne einer korrekten Aufklärung notwendig, die traditionell bewährten Anwendungsgebiete einer Enzymtherapie zu benennen.